Multidisziplinäres Forschungszentrum
Nationale Beobachtungsstelle und Forschungszentrum für Behinderung und soziale Notlagen
Die Nationale Beobachtungsstelle und das Forschungszentrum von ANILDD sind eine unabhängige Einrichtung innerhalb des Verbands — angesichts der Sensibilität, Bedeutung und Komplexität der behandelten Themen, die im allgemeinen Interesse liegen.
Zweck
Beratung und technisch-wissenschaftliche Unterstützung für ANILDD und alle angeschlossenen Organisationen, Beitrag zur Entwicklung nationaler Politiken zu Behinderung und sozialen Notlagen mit dem Ziel, Information und Wirksamkeit politischer Maßnahmen zu verbessern.
Fachgebiete
- Verbindung zu den Ministerien für Arbeit, Gesundheit und Soziales
- Förderung von Studien und Forschung zu Behinderung und sozialen Notlagen im In- und Ausland
- Veröffentlichung zweijährlicher Berichte zu Behinderungstrends
- Veröffentlichung regelmäßiger Informationsbulletins
- Genehmigung experimenteller Projekte mit lokalen Behörden und Verbänden
- Förderung internationalen Wissensaustauschs und internationaler Kooperationen
- Definition von Leitlinien für Diagnose und Versorgung
- Entwicklung gezielter Behinderungsprogramme mit ECM-Akkreditierung
- Organisation zwei-/dreijährlicher nationaler Konferenzen zu Behinderung und sozialen Notlagen
Interventionsbereiche
Altern und Prävention
«Das Altern ist ein Privileg und ein Ziel der Gesellschaft. Es ist zugleich eine Herausforderung, die alle Aspekte der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts berührt.»
— Weltgesundheitsorganisation
Die Gesellschaft erlebt eine „demografische Revolution“: Im Jahr 2000 gab es weltweit rund 800 Millionen Menschen über 60 Jahren, 2025 werden es 1,5 Milliarden sein und 2050 bereits 3 Milliarden. Das Altern geht mit einem Anstieg nicht übertragbarer Krankheiten einher: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer, neurodegenerative Erkrankungen, Tumorerkrankungen und Muskel-Skelett-Probleme.
Die Arbeit von ANILDD zielt seit jeher darauf ab, die Ursachen sozialer Notlagen zu identifizieren und Lösungen zu finden, um die Lebensqualität benachteiligter Kategorien — einschließlich Menschen mit Behinderung und älterer Menschen — zu verbessern.
Territoriales Handeln
Das Defizit in der Gesundheitsorganisation Süd- und Mittelitaliens hat Bereiche extremer gesundheitlicher und sozialer Not erzeugt, die zu umfassenden Unterstützungsanfragen führen und zahlreiche berufliche, beschäftigungs- und wirtschaftliche Chancen eröffnen. Die ANILDD-Gruppe und das Forschungszentrum haben beschlossen, das Makroprojekt auf vier Regionen auszudehnen: Abruzzen, Marken, Latium und Kampanien.
Rechtliche Grundlagen
- Gesetz 460/97 — Steuerregelung für nicht-gewerbliche Einrichtungen und ONLUS
- Gesetz 383/2000 — Regelung für Vereine zur Förderung sozialer Zwecke
- Gesetz 675/96 — Schutz personenbezogener Daten
- Gesetzesdekret 196/2003 — Datenschutzkodex
- Gesetz 328/2000, Art. 14 — Rahmengesetz für integrierte Sozialdienste
- Gesetz 38/2010 — Zugang zu Palliativmedizin und Schmerztherapie
- UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Wissenschaftliche Forschung
Das Forschungszentrum widmet sich der Identifizierung der besten wissenschaftlichen Forschung zu degenerativen und behindernden Erbkrankheiten, um Gesundheitssystemen und Institutionen konkrete Unterstützung zu bieten.